Was ist eine Amalgamsanierung

Unter einer Amalgamsanierung versteht man zusammengefasst das Entfernen von Amalgamfüllungen aus medizinischen oder auch ästhetischen Gründen; Im Austausch dazu werden medizinisch unbedenkliche und hochästhetische Inlays oder Compositfüllungen angefertigt. Diese hat die Ästhetische, sowie medizinische Rehabilitation zum hohen Ziel.

Amalgamsanierung

Zahnfrakturen: Amalgam expandiert während der kompletten Verweildauer in einem Zahn. Dies bedeutet, das Amalgam dehnt sich aus. Durch diese Expansionskräfte entstehen enorme Spannungen innerhalb des Zahns. Durch die Spannungen kommt es zunächst zu Schmelzrissen, der Zahn wird stark geschwächt. Dazu treffen im Laufe der Jahre Tonnen an Kaudruck auf die Amalgamfüllung, und damit auf den Schmelz. Aus kleinen Frakturen können so komplette Höckerabplatzungen werden. Nicht selten zeigt das Bild einen Zahn, in welchem eine intakte Amalgamfüllung zu sehen ist; Drumherum ist der Zahnschmelz schlichtweg „weggeknackt“.

Karies: Aufgrund der Expansion des Amalgam stehen die Füllungen meist über den Zahn hinaus. Dabei entstehen Nischen, in welchen sich Bakterien einnisten und unterhalb des Amalgam zu Karies führen. Ebenso wandern durch die Schmelzrisse Kariesbakterien in den Zahn ein. Dies führt beides dazu, dass der Zahn unter der Amalgamfüllung durch Karies zerstört wird. Leider wird dies aufgrund der metallischen, blickdichten Eigenschaften des Amalgam häufig erst spät erkannt.

Quecksilber ist ein Nervengift: Es hemmt die Signalübertragung der Nerven und es zerstört deren Schutzhüllen. Das kann zu verschiedenen Symptomen und Krankheiten führen, wie beispielsweise Konzentrationsstörungen, ein schlechtes Kurzzeitgedächtnis, Lähmungserscheinungen und Zittern, Taubheitsgefühle und Kribbeln.

Quecksilber vermindert den Sauerstofftransport, dadurch kann man sich häufig müde und energielos fühlen. Zudem führt es zu einer Schwächung der Herzleistung.

Quecksilber und Schwangerschaft: Quecksilber reichert sich in der Gebärmutter (Plazenta): In einer wissenschaftlichen Studie an der Universität Heidelberg* konnte gezeigt werden, dass bei Patientinnen mit unerfülltem Kinderwunsch die Konzentrationen deutlich erhöht waren. Nach Entfernung der Amalgam-Füllungen wurden 77 % dieser Frauen innerhalb eines Jahres schwanger.

Folgen wie Kopfschmerzen und Nierenerkrankungen sind ebenfalls möglich.

Kofferdam:  Kofferdam ist ein gummiartiges Tuch aus Latex oder einem ähnlichen Material. Er wird über die zu behandelnden Zähne gestülpt und dichtet den Mund zum Rachen hin ab. Er soll den Mund so nach hinten abdichten, dass keine herausgebohrten Amalgamteile verschluckt werden. Zum anderen soll er sog. Amalgam-Tätowierungen verhindern. Diese entstehen, wenn Amalgamteilchen, die durch das Bohren herausgeschleudert werden, in die Schleimhaut eindringen und sich dort allmählich auflösen.

Bohrer: Wichtig ist, dass das Amalgam nicht komplett zerspant wird. Wenn möglich werden größere, lockere Teile ohne Bohren aus dem Zahn entfernt. Es wird niedrigtourig gearbeitet, um eine größere Wärmebelastung und damit das Entstehen und Einatmen von Quecksilberdämpfen zu vermeiden.

Schutzbrille: Sowohl Patient wie Behandler tragen eine Schutzbrille, um den Augen nicht unnötige Verletzungen durch kleinste Teilchen zuzufügen.

Aktivkohle-Drink: Aktivkohle ist ein altbewährtes Entgiftungsmittel. Sie ist völlig nebenwirkungsfrei und verursacht keine Allergien oder Unverträglichkeiten. Aktivkohle bindet Giftstoffe im Darm und scheidet sie mit dem Stuhl aus. Diese ist vor und nach der Amalgamsanierung einzunehmen.

Amalgam besteht zu ca. 50 % aus Quecksilber und zur anderen Hälfte aus Silber, Zinn, Kupfer und Zink. In Deutschland muss Amalgam als Sondermüll entsorgt werden. Trotzdem wird es hierzulande noch häufig für Zahnfüllungen verwendet, während es in vielen Ländern verboten ist.

Quecksilber wird aus Amalgam-Füllungen freigesetzt, wenn sie heiße Nahrungsmittel und Getränke zu sich nehmen, beim Zähne putzen, beimviel Kauen (z.B. Kaugummi),ebenso wenn Siemit Ihren Zähnen knirschen.

Wenn also bei der Tätigkeit Wärme entsteht, welche noch über Ihrer Körpertemperatur liegt und dabei Quecksilber verdampft.

Quecksilber, das in den Körper gelangt ist, wird in allen Organen und Geweben gespeichert. Besonders folgenschwer ist die Einlagerung in Gehirn und Zentralnervensystem,  Nieren, Herzmuskel,  Darm, Bauchspeicheldrüse Gebärmutter

Da Quecksilber die körpereigene Entgiftung lähmt, wird es vom Organismus kaum ausgeschieden und kann jahrzehntelang im Körper bleiben.

Quecksilber, das sich aus Amalgam-Füllungen gelöst hat, wird verschluckt und eingeatmet.

Wenn Quecksilber erst einmal in den Körper gelangt ist, wird es über die Blutbahn im gesamten Körper verteilt und in Geweben und Organen gespeichert.

Seit 1995 darf Amalgam nicht mehr bei Kindern und Jugendlichen, sowie Frauen im gebärfähigen Alter verwendet werden. Ebenso nicht Patienten mit Nierenerkrankungen.

Die beste, haltbarste und schönste Alternative sind Keramik-Inlays.

Sie sind sehr gut körperverträglich und lange haltbar. Keramik-Inlays sehen dem natürlichen Zahn am ähnlichsten und sie verfärben sich nicht.

Keramik-Inlays werden außerhalb des Mundes im Dental-Labor hergestellt und mit einem sog. Composit-Zement im Zahn befestigt. Ihre Haltbarkeit beträgt 15 Jahre und länger.

Eine gute und haltbare Alternative: Composit-Füllungen

Composite bestehen zu ca. 80 % aus fein gemahlenem Keramik-Pulver und zu etwa 20 % aus Kunststoff, der das Keramik-Pulver wie eine Paste zusammenhält. Die Keramik gibt der Füllung ihre Stabilität und das zahnähnliche Aussehen.

Composite werden als Paste in den Zahn eingebracht, geformt, ausgehärtet und poliert. Composit-Füllungen halten 8 Jahre und länger.